Waldbrand in Kuhstorf am 15.8.2003    
+ BILDER von A. Dziedo Strohkirchen

Als an diesem Tag ca. 16 Uhr die Sirenen heulten, ahnten die Männer der FF Kuhstorf noch nicht, dass sie einen der größten Walbrände der letzten Jahre würden löschen müssen. Auf dem Ausbau, Richtung Jammer, brannten Wald und Feld auf ca. 15 Hektar. Bereits bei der Anfahrt konnte man an der Rauchsäule ahnen, dass es kein kleines Feuerchen war. Aus einer Schonung heraus hatte es auf das abgeerntete Getreidefeld gebrannt und einen 300 Meter entfernten Hochwald ebenfalls entzündet. Auch die Stillegungsflächen hinter dem Jammer brannten lichterloh. Mit über 20 Kameraden/innen nahmen wir den Kampf gegen die Flammen auf, was zuerst relativ aussichtslos erschien.   nach oben

Doch es trafen weitere Wehren aus den umliegenden Gemeinden, auch aus Lübtheen, Wittenburg, Rastow, Hagenow und sogar Lüblow ein, um die Katasrophe zu verhindern. Der enorme Wind erschwerte die Löscharbeiten erheblich. So dass die bereits gelöschten Stellen immer wieder aufflammten. Anfangs war die Wasserversorgung in diesem Bereich kompliziert, da der Hydrant im Jammer nur jämmerlich Wasser spendete. Alle Tankwagen fuhren zur Firma Rethmann, um Wasser zu nehmen. Außerdem hatten die Strohkirchner und die Picherschen einen Graben gefunden von dem sie mit langer Schlauchleitung ausreichend Wasser auf die brennenden Stillegungsflächen pumpen konnten.  
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Auch ein großer Wasserwagen und ein Traktor mit Pflug der Agrar GmbH Picher halfen. Vom Forstamt kam ebenfalls ein Tanker mit Wasserkanone. So konnte nach einiger Zeit die weitere Ausbreitung eingedämmt und das Feuer unter Kontrolle gebracht werden  nach oben

Bei diesem Einsatz zeigten die Kameraden der Kuhstorfer Wehr ihre sehr gute Ausbildung und das neue, teure Tanklöschfahrzeug konnte mit all seinen Vorteilen ausgenutzt werden. Immerhin reichte eine 800 Liter Tankfüllung für immerhin 15 Minuten Löscheinsatz. Erstmals mußten auch die Atemschutzgeräte ihre große Bewährungsprobe bestehen. Insbesondere natürlich die Kameraden, die damit in Qualm und Flammen vordringen mussten.   nach oben

So konnte in gemeinsamer Anstrengung, nach 4 Stunden der Brand als gelöscht gemeldet werden. Eine Brandwache der Forst blieb zurück, um erneutes auflodern der Flammen zu erkennen und bekämpfen zu können. Die Nacht blieb ruhig. Erstaunlicherweise gab es eine Woche später am Sonnabend nochmal Alarm, weil scheinbar Glutnester übrig waren, die durch den wiederum starken Wind zu qualmen begonnen hatten. Die Gefahr war jedoch vergleichsweise klein, denn Brennstoff gab es in dem Wald kaum noch, wie man auf den Fotos sehen kann. Von diesem Tag stammen auch die Bilder, denn leider hatte ich in der Eile des Einsatzes am 15. meine Kamera nicht dabei. Ich weiss aber noch genau wie es aussah. Der oder die Brandstifter sind bis heute noch nicht gefunden, eine andere Ursache schließe ich persönlich aus.   nach oben